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Graphical BIOS of the Compaq Deskpro 2000 Computers

6th Apr 2020

Dieser Artikel erscheint auch auf thahipster.de)

Mein Vintage Computer aus der PC-Ära ist ein Compaq Deskpro 2000. Der Prozessor ist lüfterlos und auch sonst strotzt der Rechner nur so vom Stand der Business-Technik in den 90er Jahren. Der Pentium ist noch der Vorgänger vom MMX, also der P54CS mit 150 Mhz, ziemlich potent also :-) Deskpro 2000 liefen mit Pentium 1, Pentium Pro oder Pentium 2.

Eine Besonderheit dieser Compaqs stellt deren BIOS dar, auf das ich mit diesem kleinen Beitrag nur kurz verweisen will. Es ist nämlich sicher gar nicht so bekannt, das es in den 90er solche Lösungen gab. Genau genommen gibt es kein BIOS-Setup wie man das von AMI oder AWARD her kennt (Link), sondern eine Kombination aus einem festen Teil und einer grafischen Oberfläche. Per Default ist die verbaute Festplatte partitioniert. In einer 6 MB großen NON-DOS Parititon residiert der grafische BIOS Teil, mit welchem man die Einstellungen des Computers, Hardware, IRQ Settings, Festplatten, Bootoptionen einstellen kann. Und der restliche Teil ist eben normales FAT 16 DOS oder vielleicht auch schon FAT 32, je nachdem. Sollte man die kleine Partition löschen so hat man folgich auch keine Möglichkeit mehr, die Einstellungen vorzunehmen. Das BIOS kann dann noch automatisch beim Boot erkennen ob Hardware geändert wurde, beispielsweise bei Einbau einer neuen Festplatte und diese Konfiguration auch speichern, aber viel mehr geht ohne der Partition nicht mehr.

Allerdings stellt Compaq für diesen Fall zwei Disketten zur Verfügung, mit deren Hilfe man die Partition wieder erstellen und die grafische BIOS-Oberfläche wieder installieren kann. Diese Disketten funkgieren praktischerweise als Boot-Disk und bieten auch die BIOS Oberfläche von Diskette an, ganz ohne Installation. So kann man von diesen Disketten booten und folglich doch noch Einstellungen vornehmen, auch wenn die Partition aus irgend einem Grund gelöscht worden sind.

Hier der Download dieser beiden Disketten Images (*.ima):

Um die Dateien wieder zurück auf Diskette schreiben zu können, benötigt man neben einem Diskettenlaufwerk auch eine Software, die das kann. Ich persönlich nutze WinImage in der Version 9.0 (Download Link) und führe diese in einem alten Windows 2000 in einer VM-Ware aus. Das funktioniert absolut problemlos. Hat man sich diese Disketten erstellt, kann man seinen Compaq wieder richtig in Betrieb nehmen. So sieht das "grafische BIOS" übrigens aus:

Höchst unkonventionell, aber doch auch tatsächlich recht benutzbar. Startet man beim Boot mit F10 dieses Bios, dann lädt zunächst ein DOS Maustreiber bevor dann die Win 3.1 grafische Benutzeroberfläche startet.

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Es folgen technische Informationen über den Compaq Deskpro 2000 Computer.

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